Samstag, 16. Januar 2010

TrackIR Selbstbau

Ich hab es ja schon einmal erwähnt… Und dann letzte Woche war es soweit… nach einigem hin und her in einem “tollen” Elektronik Markt habe ich mir alle nötigen Bauteile schicken lassen… Und dann das folgende zusammengebaut…

Mütze von vorne... ^^ Auf dem Bild ist die Mütze zusehen (HA HA)… rechts ist ein Pluszeichen… soll heißen, dort ist der plus Pol… die roten Pfeile deuten die Richtung von plus nach minus im Stromkreis an. Der blaue Kringel kennzeichnet den Widerstand und die grünen jeweils ein IR-Emitter… Dazwischen sind Kabel und Lüsterklemmen…

Mütze von hinten... ^^ Hinten ist ein altes USB-Kabel angebaut zur Stromversorgung. Dort auch nochmal von plus nach minus hin per Pfeile.

 

Ich hab 3 verschiedene IR-Emitter probiert und bin bei einem mit 130° Austrittswinkel hängen geblieben. Die mit 80° funktionieren auch, aber man darf dann halt den Kopf nicht so weit drehen.

 

Folgende Bauteile hab ich verwendet:

3 Stück IR-Emitter SFH487P T1

1 Stück 22Ohm Widerstand

Schaltlitze

Lüsterklemmen

 

Man muss nur drauf achten, die IR-Emitter richtig einzubauen… Dafür schaut man sich das Datenblatt des Emitters einmal an und sucht nach der Kathode. Das ist der Minuspol. An der Diode selber erkennt man es in diesem Fall am abgeflachten Gehäuse. Aber nicht einfach so davon ausgehen, das es immer bei allen so ist, lieber einmal kurz aufs Datenblatt schauen.

Den Widerstand kann man einbauen wie man will. Er muss nur vor den 3 Dioden liegen. Jedenfalls hab ich das so verstanden… Also vom Pluspol ausgehend der Widerstand, dann die 3 Emitter und dann an den Minuspol. Das ganze funktioniert dann mit dem USB-Anschluss als Stromversorgung. Oder man bekomm sonst irgendwo 5 Volt her.

ACHTUNG! Wer das hier nachbauen will, macht das auf eigene Gefahr! Ich hab gelesen, wenn man etwas falsch macht, könnt dabei das Mainboard schaden nehmen!

Daher hab ich das ganze zuerst an einem Aktive USB-Hub ausprobiert, ohne diesen in den Rechner einzustecken. Somit hatte ich ohne Gefahr für den Rechner die nötigen 5 Volt.

So dann benötigen wir ja auch noch eine Webcam! Denn ohne, hat man ja keinerlei Chance die Infrarot Strahlen erkennen zu lassen. Ich bediente mich kurzerhand einer Logitech C200 Webcam. Das nächste ist wohl das komplizierteste und fummeligste… Das Teil hat einen IR-Sperrfilter eingebaut, um einen Großteil des Infraroten Lichts herauszufiltern. Sonst wären die Farben alle total verfälscht. Danach müssen wir noch einen Filter für das normale Licht anbauen. Dazu hab ich eine alte Diskette genommen und den Datenträger doppelt vor die Webcam geklebt. Hier Schritt für Schritt Bilder für die C200 Webcam…

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Hier die noch zusammengebaute C200

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Mit dem Fingernagel in den Schlitz (im roten Kringel markiert) einhaken und leicht nach vorne ziehen. Das dunklere Teil der Webcam lässt sich so abnehmen.

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Auf der einen Seite gibt es eine Bohrung. Da ist normalerweise ein grauer Gummistöpsel drin, den rausfummeln und mit einem sehr kleinen Kreuzschlitz Schraubendreher die Schraube lösen.

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Dann haben wir sowas vor uns… Dann ziehen wir die grüne Platine samt Linse vorsichtig heraus.

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Der Verstellring lässt sich so abnehmen und wir sehen direkt das Teil mit der Linse… Hinter der Linse befindet sich der Infrarotfilter. Also schrauben wir das schwarze runde Teil vorsichtig ab.

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Umgedreht sieht man auf das Unterteil. Hier in der Mitte liegt dann der Filter, der weg muss! Leicht gegen das Licht gehalten sieht man so ein paar Farben wie bei einer Seifenblase. Man kann den Filter leider nicht bei dieser Kamera heil heraus bekommen. Jedenfalls hab ich es nicht geschafft. Mit einem spitzen Messer bin ich am Rand des Filters entlang und versuchte das Ding herauszuhebeln. Irgendwann knirschte es und der Filter war in 2 Teile. Man kann auch gleich Gewalt anwenden, sollte diese aber sehr sohl dosieren! Denn direkt unter dem Filter befindet sich die Linse, welche wir noch brauchen! Wenn man also den Filter herausgefriemelt hat, und die Reste auch vorsichtig beseitigt hat, baut man die Webcam wieder zusammen. Als Hinweis, die Platine hat an einer Seite eine Aussparung, welche in das Gehäuse passt.

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Dann schneidet man sich einfach 2 Stücke aus der Diskette heraus, und klebt diese vor die ganze Linse. Ich hab das mit Tesafilm gemacht, so kann ich es immer wieder entfernen wenn ich will. Vorher kann man ja schon mal die Webcam testen und die Schärfe wieder einstellen.

 

Wenn das alles erledigt ist, lädt man sich noch das Programm FreeTrack herunter und installiert es. Dieses Programm übernimmt die Auswertung der Webcam-Bilder und überträgt diese in die passenden Spiele.

 

Die Einstellungen sind immer so eine Sache… Grundsätzlich hab ich sie aus einem anderen Tutorial… Dort sind auch noch einige zusätzliche Hinweise zu finden. Der hat dort das ganze nicht an einer Mütze gebaut, sonder an sein Headset gebastelt. Ich find allerdings die Mütze besser… Ist aber wurscht, weil der Aufbau vom Plan her der gleiche ist…

 

Also hier noch ein paar hilfreiche Links…

 

Tutorial in dem ich das alles her hab…

FreeTrack Software

TrackIR für über 100$ wer nicht selbst bauen will!

 

Ich übernehme keinerlei Haftung, wenn irgendjemand das hier nachbaut und dabei etwas kaputt geht! Alles geschieht auf eigene Verantwortung! Ich empfehle sich vorher auf verschiedenen Seiten einzulesen und dann in Ruhe das zu bauen! Klappt dann besser… ;-)

Ein Video hab ich von meiner Konstruktion noch nicht erstellt… Keine Zeit gehabt und hab momentan auch nur 2 Rennspiele in denen das funktioniert auf anhieb… LevelR und Grid klappen klasse!

Kommentare:

  1. Coole Sache, auch wenn mir der Selbstbau zu fummelig waer. Und ausserdem gibs das fuer Shooter noch nich ^^

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  2. So fummelig ist ja gar nicht... man nimmt sich etwas Zeit und dann geht das recht gut... Und Shooter werden Arma und ArmaII unterstützt... Auf der Seite von TrackIR ist eine Liste... zusätzlich geht mit der Freeware Version eigentlich fast alles... auch Tastendrücke oder die Steuerung des Mauszeigers... ;-) Man muß sich das nur einstellen...

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  3. Jaja, und immer dran denken:
    bei´n audofahn immer schön auf die Straße achten!
    ;-)
    DerDD

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  4. Und mit den Öl nich spaasaam sein!

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  5. @der anonyme DD: Ja ja... Als ich das erste mal das probiert hab, bin ich etwas... von der Strecke abgekommen... ^^ Aber mit dem Ding kann ich besser aus dem Cokpit fahren als vorher...

    @Anonym: Und was ist mit dem Öl? Häh?

    @Imperator: Bei Flugsimulatoren ist das ganze noch toller! Jedenfalls wenn man diverse Videos anschaut... Mir fehlt jedoch zur Zeit ein Joystick... Und ein gescheiter Flugsimulator... ^^

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  6. Aber welchen Sinn hat der Seitenblick? Wenn ich den Kopf zur Seite drehe, sehe ich doch den Monitor nicht mehr ... :-|

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  7. @Imperator: Die Bewegung wird nicht 1:1 übertragen... Du drehst Deinen Kopf vielleicht maximal 45 Grad... Je nach Spiel kannst Du Dir das so einstellen, das er dann im Spiel sich um 90 Grad oder noch mehr dreht... Es gab ein Video von einem Flugsimulator, wo der somit recht einfach alle Knöpfe bedienen konnt... Oder sich halt nach dem Feind umschaut... :-)

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Danke für die Gabe!