Sonntag, 20. Mai 2012

Eine Woche Schulung bitte…

Ja, die Arschtritte haben nicht viel gewirkt… Zwinkerndes Smiley

Und die Dinge, über die ich hier etwas verfassen könnte, stapeln sich mittlerweile… Schande über mich!

Also beginne ich mal, den Stapel etwas zu verkleinern und fange mit der Schulung an, welche ich vor ein paar Wochen getätigt habe. Ich sollte dort die Programmierung der neuen Drehmaschine Hyper Quadrex 150 MSY erlernen. Viereinhalb Tage lang von Montag 9 Uhr bis Freitag Mittags. Frühstück und Mittagessen inklusive. Ort des Geschehens war das Technologiezentrum Düsseldorf der Firma Mazak.

Ich fuhr schon am Sonntag Abend hinunter. Nach knappen 4 Stunden fahrt und einiger Pausen (eine absichtlich, 2 zwangsweise) kam ich am Hotel an. Ein kleines Hotel 5 Kilometer vom Technologiezentrum entfernt. Wie oben geschrieben, gab es dort Frühstück. Mehr aber auch nicht. Es sollte auch kostenloses W-LAN beinhalten. Dieses wollte aber ums verrecken nicht mit meinem Smartphone zusammen Arbeiten. Also wurde über die abgelaufene Internet-Flat mit der Frau zu Hause kommuniziert. ISDN- oder Modem-Zeiten lassen grüßen…

IMAG0132Der “Bildschirm” dort auf dem Schreibtisch ist übrigens der Fernseher! Mit lausigem Lautstärkeregler und gerade noch akzeptablen Kanalangebot… Es gab wenigstens N24 für Dokus…

IMAG0133Das Bett knüppelhart und mit teils nicht funktionierender Bettlampe…

Das Zimmer war sauber und eigentlich alles in Ordnung… Nur wurde über die Woche hinweg glaub ich kein einziges Mal das Zimmer gesaugt. Bett wurde gemacht, die Handtücher hingen auch wieder. Ob die allerdings frisch waren… Keine Ahnung… Das WC wurde jedenfalls teils auch nur oberflächig gereinigt.

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Die Aussicht aus dem Fenster… Die ruhige Wohnnebenstraße war leider nur auf der anderen Seite des Hotels. Auf meiner Seite wurde die Straße doch etwas öfters befahren. Dank deswegen an meinen Ohrstöpseln, welche mir dann doch etwas Schlaf ermöglichten.

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Das Technologiezentrum von Mazak wurde erst ein paar Woche zuvor eröffnet. Deswegen war auch noch alles schön sauber und neu. Es gab eine Küche und eine Reihe verschiedener Getränke, darunter auch eine große Kaffeemaschine, welche alle halbe Stunde oder so rumsprotzte und heißen Dampf ausspuckte… Reinigung? Keine Ahnung… War auch egal… Ich begnügte mich mit reichlich stillem Wasser aus dem Kühlschrank.

IMAG0151Die Geräte dort, sind Simulatoren auf denen die verschiedensten Maschinen simuliert werden können… Die dort übenden Kollegen hab ich wegretuschieren lassen, darum in der Gegen nur ein seltsames gewurschtel zu sehen…

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Der Schulungsraum war auch recht neu… Und Projektor und ähnliches Gerät wurde per Steuerkonsole und Touch-Screen Display an und aus geschaltet. Der Schulungslehrer war ein Münchner, welcher aus Mangel an Anwendungstechniker im Bereich Drehtechnik nach Düsseldorf anreisen musste. Mein Glück! Denn somit wurde es wenigstens keine staubtrockene Woche voller Theorie…

 

 

Mit bei der Schulung war auch ein Monteur, welcher die ganzen Maschinen repariert, aufstellt und vor Ort Hilfe leistet. Dieser kannte schon meine Firma und hofft, das er nicht derjenige ist, welcher die neue Maschine aufstellen muss. Denn diese Art von Maschine ist sehr aufwendig auszurichten.

Unten im Technologiezentrum gibt es eine Maschinenhalle, in der ein paar Maschinen stehen und sogar produzierend vorgeführt werden können. Dort stand auch eine von denen, die ich dann Programmieren darf.

IMAG0139Die Maschine geschlossen von vorne… Der Monitor ist ein 19 Zoll Modell und ungefähr auf Höhe der Augen. So kann man sich ein wenig die Größe der Maschine vorstellen…

IMAG0142Innen sieht man in der Mitte links und rechts die Spindeln. Unten rechts der untere Revolver oder auch zweiter Revolver und oben links der erste. Beide können in je 3 Achsen verfahren und 12 Werkzeughalter aufnehmen. Die rechte Spindel kann zudem noch zur linken rüberfahren, um das Drehteil dort zu übernehmen. Nicht sichtbar ist ein Greifer, welcher rechts oben in der Ecke des Bildes unter der Abdeckung steckt. Damit kann dann das fertige Teil von der zweiten Spindel abgenommen werden und wird über ein Förderband aus der Maschine Transportiert.

IMAG0150Hier das Bedienteil der Maschine. Über diese paar Tasten wird alles gesteuert… Der obere Bereich zum Programmieren und Anzeigen umschalten, der mittlere und untere Teil zur Steuerung der Maschine.

Auf der einen Seite freue ich mich auf die neue Maschine, auf der anderen Seite hab ich auch ein wenig Angst davor, das etwas nicht so läuft, wie geplant. Denn dann werde ich und mein Kollege das ausbaden dürfen… Aber das ändert sich ja eh nie, außer man wird selber Chef oder gewinnt im Lotto…

Freitags Mittags gab es dann für mich allein eine kurze Einführung in die Programmierung dieser speziellen Maschine. Die anderen sind schon eher nach Hause gefahren, weil sie teils nur Drehtechnik oder einfache Fräsarbeiten lernen sollten.

Die Rückfahrt ging zum Glück genauso ohne große Probleme ab, wie die Hinfahrt. Und somit bin ich am späten Nachmittag wieder zu Hause angekommen. Endlich! Denn die Freizeit Gestaltung dort beschränkte sich auf essen, waschen, fernsehen, Handy-Kommunikation und schlafen…

Die Schulung an sich war sehr gut fand ich und habe glaub ich als einziger ein paar Notizen während dieser mit nach Hause genommen… Wenn man als Anwendungstechniker nicht so oft durch die Weltgeschichte reisen müsste, wäre das vielleicht ein schöner Job für mich!

Nun heißt es noch am Freitag die alte Maschine Käufern vorführen und dann noch zwei bis drei Wochen auf die neue Maschine warten. Dann wird es bestimmt lustig…

Kommentare:

  1. Hui, sehr ausführlich. Viel spaß mit der neuen.
    Guter Bericht.

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  2. Sehr ausführlich? ^^ Eigentlich hab ich mich noch zurückgehalten... Es gäbe noch ein paar Dinge von der Schulung zu erzählen... und über die Maschine und deren Funktionen könnte ich Seiten füllen... ^^
    Danke! Wenn die dann wirklich bei uns steht, berichte ich mal Praxis-Nah... ^^

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  3. Interessant! Auch oder weil ich von der Matrie keinen Plan hab. :)

    Aber die Zimmer bei so Schulungskram sind doch eh eher egal. Also mir zumindest. Steht ein TV drin, is das doch schon mal was. :)

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  4. @MrLuzifer: Wie gesagt, werde mal dann von vor Ort berichten... ^^
    Die Zimmer finde ich da auch wichtig... Denn wenn ich von morgens 9 Uhr bis 17 Uhr in einem Schulungsraum hocke, will ich wenigstens danach etwas ausspannen können... Und nicht vorsichtig über den Teppich stolpern, weil überall noch Dreck liegt... ^^ Aber Recht haste, wenigstens stand ein TV drin... :D

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  5. Ok, das mit dem Dreck geht ja garnicht. Bäh.
    Ich mein ja eher algemein. Also ich brauch bei Schulungen nicht DAS fette Zimmer mit allem drum und dran. Sauber, dass muss es dann schon sein.

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Danke für die Gabe!