Freitag, 27. Juli 2012

Vorrübergehend geschlossen…

Die Familie braucht uns gerade…

Kommentare:

  1. Klingt nicht gut und ich hoffe, dass ich da zu viel reininterpretiere...

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  2. Oje...ich wünsche alles Gute...hoffentlich bis bald...

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  3. Teil 1

    Es ist vorbei....

    Er hat endlich seinen Frieden finden dürfen....
    Man muss das heftige Erlebte der letzten Tage erst mal verarbeiten....

    Trauergefühle mischen sich mit den Erlebnissen wenn man da sass und wartete....

    Man selber ist kaputt, erschöpft von der "Warterei" um Erlösung...
    Hat länger nicht mehr richtig geschlafen, gegessen, nur noch "funktioniert" und gewartet.

    Und wenn man nachhause fuhr um zu versuchen Kraft zu tanken, wollte dies nicht richtig funktionieren, man hat "Dauer-Bauchweh" gehabt, es war einem kotzübel irgendwie..... man sass da auf "Abruf", hatte sich mit den anderen beiden abgewechselt, dass fast ununterbrochen jemand dort war.....

    Was einen fertig macht...
    die ständige Angst er könnte doch noch etwas mitbekommen und gelitten haben, trotz den ganzen Bemühungen der Ärzte,.... weil er sich manchmal noch so bewegte und wieder kurz ein paar Sekunden aufwachte, und man merkte, er reagiert auf das was im Raum geschieht.... auch mal eindeutig auf Personen und was gesagt wurde...
    Er war ja bis zum Ende klar im Kopf, wenn er denn wach wurde....
    sowas fährt einem in die Knochen....

    Eine sehr heftige... Erfahrung..... bei mir wird das innerlich noch sehr lange immer wieder kommen.... das kann ich so schnell nicht vergessen...

    Wenn einem die Lage klar gemacht wird, von den Ärzten... dass man eh nichts mehr machen kann, und es sicher ist, dass ein Mensch bald "gehen" muss, weil sein Körper, die Organe... das alles nicht mehr will... er keine Luft mehr bekommt, dieses in ihm verständlicherweise Panik auslöst (Atemnot)... und überhaupt all die Folgen einer langen Krankheit die alles kaputt gemacht hat.....

    Und man mitbekommt, dass für diesen Menschen das Dasein mehr oder weniger nur noch eine Qual darstellt, und er letztendlich sogar selber gerne will dass er "gehen" darf.... dies auch deutlich sagt zum Arzt, aber dieser ihn ja aufgrund von Gesetzen nicht einfach "erlösen" darf....
    der Arzt ihm sagen musste, dass es bald zu Ende sein wird, dass nix mehr zu machen sei....
    also im Grunde dass er der da liegt und leidet, es auch weiss... mmmh sozusagen.... ich liege jetzt nur noch da und warte aufs Ende.... das ist allerallerheftigst.... dies zu wissen....
    Das geht einem an die Substanz....

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  4. Teil 2

    Lediglich mit Medikamenten versuchen zu "betäuben", zu erleichtern so gut es geht... dass er hoffentlich nichts mehr mitbekommt. Da aber jeder Mensch "anders" ist, reagiert das alles imemr bissl anders, bei den einen die kriegen vermutlich wirklich gar nichst mehr mit, andere "kämpfen" anscheinend... unbewusst... der Körper mobilisiert so eine Art "Überlebensversuche" oder wie man das nennen soll... keine Ahnung.... und da geht es dann alles länger und schwerer....

    Wenn der Arzt schon den Kopf schütteln muss und sagen muss, normal in solchen Fällen geht das sehr schnell, aber bei ihm.... es dauert aussergewöhnlich lange....
    Man kann lediglich versuchen die Medikamenten Dosis so zu erhöhen, dass er "schläft".... aber den Ärzten sind ja auch Grenzen gesetzt, man kann ihm ja nicht soviel reinpumpen, dass dieses zum Tode führt, weil dann ist es verbotene Sterbehilfe.

    Ach ist das alles kompliziert und heftig..... :(

    Wie geht man damit um?

    Manche "fressen" es in sich hinein, machen es mit sich selber aus.... manche überspielen es, und geben sich nach Aussen stark.... manche wie ich müssen immer wieder offen drüber reden, viel drüber reden, ich würde ansonsten kaputt gehen daran wenn ich dieses nicht dürfte...

    Es mag sich blöd anhören....
    aber ich weiss ja er wollte das selber auch so.... man ist froh drüber, ist es jetzt vorbei, und er muss garantiert nicht mehr leiden und Angst haben... jetzt durfte er endlich "die grosse Reise" antreten... an einen Ort hin, wo er bestimmt keine Atemnot mehr leiden muss... wo das Elend ein Ende hat... wo es hoffentlich harmonisch und schön ist.... kein Leid mehr.... das wünscht man sich eben so....

    Und.... naja... vielleicht ist das ja nicht.... "richtig".... ich weiss es nicht aber.... irgendwie tut es einfach gut zu wissen, dass dieses Leid hier ein Ende hat, auch wenn auf der anderen Seite trotzdem die Traurigkeit, dass er weg ist, da ist.... er fehlt als Mensch... ich sehe und merke es immer wieder, Dejavu-mässig (dasselbe schon mit meinem Vater durchlebt gehabt 2004).... es reicht ein Bild zu sehen von ihm, oder ein bestimmtes Wort was man mit ihm verbindet, eine Geste... irgendwas....

    Oder... das Sauerstoffgerät was noch rumsteht... (man hat jetzt noch keinen Kopf für sowas wegen "entsorgen"...).... und jetzt kommt der ganze Papierkram und alles... das "danach"... wo man noch nen Kopf für haben muss...

    Ich rede manchmal in Gedanken mit ihm... nurso für mich halt.... sehe kleine "Filmchen" und Bilder im Kopf, Erinnerungen von den guten Sachen die man erlebt hat.... versuche mich daran zu erfreuen, damit es mir Kraft gibt, das funktioniert momentan recht gut, einfach weil die Erleichterung und Gewissheit, dass er nicht mehr leiden muss... gross ist....

    Aber man kann sich nicht dagegen wehren, wenn der Schmerz manchmal plötzlich aus dem Hinterhalt einen überfällt und wieder zuschlägt.... dann muss man das so nehmen wie es ist....

    Am allereschlimmsten ist es für die Ehefrau, die nun allein ist.... ja Mama leidet nun am meisten... und die Angst was nun werden wird, wie sieht die Zukunft aus ect. das tut mir im Herzen weh...

    Wir sind zwar für sie da, jederzeit Tag und Nacht, aber wir sind kein "Ersatz" für einen liebenden Ehepartner....

    Das ist ein Schmerz, ...der... des "Alleinseins"... den sie erstmal irgendwie verarbeiten muss, lernen muss damit im Alltag klar zu kommen, was sehr schwierig werden wird bei einer Person die Gefühlsdinge nicht so gut wegstecken oder verarbeiten kann... aber wir tun alles um sie zu "tragen" zu stützen,und ihr über diese Zeit hinweg zu helfen, so wie sie es denn halt möchte und braucht,...

    So...
    jetzt ist durchs aufschreiben hier.... wieder ein winzig kleines Stückchen verarbeitet.... aber nur ein winziges bisschen.... mit der Zeit wird es immer besser gehen, aber momentan ist es nicht so.... mmmmh... toll...

    In Gedenken an R.S.

    Frau Elch

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  5. hui,
    die besten Wünsche von mir zu Euch beiden. nicht unterkriegen lassen, nehmt Euch die Zeit die Ihr braucht.

    Grüße Herrhase

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Danke für die Gabe!